Servicefahrer zwischen Unternehmen und Kunden

Servicefahrer zwischen Unternehmen und Kunden

Die Transport- und Logistikbranche boomt wie noch nie! Täglich müssen Millionen Waren und Güter von einem Ort zum anderen geliefert und Serviceleistungen erbracht werden. In den letzten Jahren hat vor allem die rasante Entwicklung des Online-Handels stark zu diesem Wachstum beigetragen. Dabei werden Waren in der Regel von Paketzustellern ausgeliefert. Eine besondere Art der Zustellung wird von Servicefahrern übernommen, die – wie der Name schon sagt – eine zusätzliche Dienstleistung beim Kunden erbringen.

Tätigkeitsfelder des Servicefahrers

Servicefahrer sind in Unternehmen beschäftigt, die eine weitere Dienstleistung für ihre Kunden anbieten, so z.B. das Aufstellen von Geräten oder die Einweisung für diese. Vor Beginn einer Tour stellen sie ihre Route zusammen, nehmen Waren und Lieferscheine entgegen, prüfen diese auf Voll­ständigkeit und beladen das Fahrzeug. Dann fahren sie die Ziele in der geplanten Reihenfolge an und übergeben Pakete an die Empfänger, tragen Möbelstücke oder Geräte gegebenenfalls ins Haus oder transportieren Waren für den Einzelhandel in die Lagerräume. Darüber hinaus beraten sie die Kunden, weisen sie in die Bedienung eines ausgelieferten Geräts ein oder nehmen Reklamationen an. Nach der Ausliefe­rung lassen sie sich Lieferscheine quittieren und nehmen Zahlungen entgegen. Am Ende ihrer Tour entladen sie das Fahrzeug und leiten abgeholte Waren oder nicht zustellbare Sendungen, Aufträge, Lieferpapiere und Belege an die entsprechenden Stellen weiter. Servicefahrer unterscheiden sich von KEP-Fahrern (Kurier-, Express- und Postdienstleistern) insoweit, dass sie einen zusätzlichen Service für oder beim Kunden erbringen, wohingegen KEP-Fahrer nur für das Zustellen der Waren verantwortlich sind. 

Ausbildungsberufe im Verkehrs- und Transportgewerbe

Im Verkehrs- und Transportgewerbe gibt es eine Vielzahl an Ausbildungen. Insgesamt schlossen 2016 nach Angaben des Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL)  27.240 junge Menschen einen Ausbildungsvertrag ab, um einen der Berufe in diesem Gewerbe zu erlernen. Davon haben knapp 3.000 junge Menschen einen Vertrag für eine betriebliche Ausbildung zum Berufskraftfahrer/ zur Berufskraftfahrerin abgeschlossen. Lediglich 61 Personen haben sich für die Ausbildung als Servicefahrer entschieden. Diese Zahl wird sich in den nächsten Jahren sicherlich stark verändern. Gerade die Entwicklungen im Online-Handel und gestiegenen Anforderungen an die Logistik veranlassen viele Transportunternehmen, auf ein ganzheitliches Serviceportfolio umzusteigen. Dann wird auch die Nachfrage an Allround-Talenten und Servicefahrern rapide anziehen.